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Samstag, 24. Oktober 2009 20.00 Uhr
HSG Mannheim – TVE 29:28 (13:13) Unglücklich und unverdient verloren
Im Fußball spielt, so haben es wissenschaftliche Untersuchungen gezeigt, das Glück zu etwa 50 % eine Rolle, wenn es um Sieg oder Niederlage geht. Im Handball gilt dies allenfalls bei etwa gleichstarken Mannschaften, aber dass der TV Eppelheim bei der HSG Mannheim mit 29:28 (13:13) verloren hat, das hat man nach Ansicht aller Eppelheimer Beobachter, alles kritische Handballer, vor allem auch mit der Leistung der Schiedsrichter zu tun, die in den letzten 10 Minuten aber auch jede zweifelhafte Situation für die Hausherren entschieden.Höhepunkt waren die Schlusssekunden: Eppelheim war beim Stande von 29:28 im Angriff, nahm 15 Sekunden vor Schluss eine Auszeit, um den letzten Angriff abzusprechen, da hob nur einer der beiden Schiedsrichter die Hand, es waren noch keine 5 Sekunden gespielt, worauf der andere Schiedsrichter sofort pfiff – Ballverlust und damit Sieg für Mannheim. Wie man als Schiedsrichter auf die Idee kommen kann, dass man in den Schlusssekunden bei einem Tor Rückstand auf Zeit spielen wolle, das blieb selbst den Mannheimer Beobachter ein Rätsel.
Aber das ist zur Zeit das Problem beim TVE. Man spielt gut, kämpft aufopferungsvoll, aber verliert durch Umstände, die man selbst nicht beeinflussen kann. So mussten die Eppelheimer heute außer auf die Langzeitverletzten Heier und Stroh auch noch auf M. Hofmann (Sperre), Fl. Hoffman (Berlinaufenthalt), Crissi Föhr (Krankheit), Atze Sauter (Rippenbruch), verzichten, aber die „Ersatzspieler“, allen voran Janek Förch, schlugen sich glänzend.
Gleich zu Beginn setzte sich der TVE auf 1:4 ab, ein Vorsprung, den die Hausherren beim 6:6 zwar aufgeholt hatten, doch die Gäste erhöhten bis zur 18. Minute wieder auf 6:9. Da bekam Sebastian Dürr, vielleicht etwas zu hart aber vertretbar, die rote Karte, als er den durchbrechenden Marc Fischer unabsichtlich ins Gesicht traf. Die HSG holte nun auf, aber mit 13:13 ging es in die Pause.
Nach dem Wechsel wieder ein genialer Start der Eppelheimer, denn als 5 Minuten gespielt waren, stand es 14:18. Wollte man nun sicherer spielen? Jedenfalls nahmen die Gäste etwas Tempo aus dem Spiel und gaben der Hsg dadurch wieder die Chance heranzukommen. Nun bewegte sich das Spiel auf schmalem Grat – mal Führung für die HSG (21:20), dann wieder für Eppelheim (23:25 und 26:27). Und dann die Schlussphase, in der die Herren in Schwarz plötzlich recht einseitig entschieden, sodass die Gelbroten am Ende unverdient mit leeren Händen da standen.
Dieses Ergebnis ist um so deprimierender , weil trotz der vielen Ausfälle eine gute Leistung geboten wurde, wie beide Trainer übereinstimmend versicherten. Gut waren beide Torhüter, aber die beste Leistung zeigten die zwei Youngsters Janik Förch mit 7 Toren bei nur einem Fehlversuch und Daniel Schweizer mit 5 Toren ohne Fehlwurf. Aufsteigend ist auch die Leistungskurve von Julius Tervoort gegen seine alten Mannschaftskameraden, die anderen Spieler fielen jedoch in keiner Weise ab. Die Wende zum Erfolg, die eigentlich für dieses Spiel versprochen war, muss um eine weitere Woche verschoben werden, aber dann kommt mit Schriesheim eine Mannschaft aus der oberen Tabellenhälfte. Doch da gilt das Wort von Jürgen Zeitz: “Der Gegner ist uns egal, wir können uns nur selbst schlagen“. (we)
HSG: J. Haslinger, Braun; Fath (5), Fischer (7/4), T. Haslinger, Schnepf, Schunk, Theiß (3), Veith (2), Zelt, Breitschwerdt, Tunkl (9), Krause (1), Wingendorf (2)
TVE: Kriechbaum, Hemer; Förch (7), Brenzinger, Stephan (3), Kopp (2), Erb (4/3), Tervoort (4), Dürr, Schweizer (5), Dienemann, Cramer (3), Henn |