Hossa 2018 – ein Handballepos in drei Akten

31. Juli 2018
Akt 1 – Die Gefährten

Es begab sich aber zu der Zeit, daß ein Gebot von dem Herrentrainer Robin ausging, daß alle Welt unzählige Testspiele spielen würde. Und dieses Turnier war das allererste zweite und geschah zu der Zeit, da Pad Abteilungsleiter des TVE war. Und jedermann ging, daß er richtig flexibel werde, ein jeglicher auf das HOSSA. Da machte sich auch auf Carsten, aus dem Pfaffengrund, in das badische Land zum Dorfe Karls, das da heißt Neuthard, darum daß er von dem Vereine und Geschlechte Eppelheims war, auf daß er Feldhandball spiele mit Dane und Arthur, seinen vertrauten Mitspielern…

Die drei Gefährten bestiegen sodann ihre Drahtesel und machten sich auf gen Süden, denn wie jedermann weiß führen alle Wege zum HOSSA und so konnte auch die fragwürdige Neuverpflichtung auf der Position des Navigators das Gespann nicht aufhalten.

Die anspruchsvolle Strecke – auch gerne Königsetappe genannt – bot wahre Spektakel an jedem Anstieg, jedoch konnte sich Dane souverän das maillot à pois rouges noch vor der Ankunft in Paris Neuthard sichern. In einer überragenden Zeit von etwa 3 Stunden und mit einer nur einstelligen Summe an falschen Abbiegungen kam man unter großem Jubel in Neuthard an. Dort traf man mit Marius und Lukas weitere Teamgenossen aus Eppelheim. Letzterer überzeugte sich gar seit Mittwoch zusammen mit den Plankstädtern von den Aufbauarbeiten auf dem Platz.

Marius, der Salber, hingegen gesellte sich jedoch als ehemaliger Kirchheimer natürlich zu seinen alten Mannschaftskameraden, die auch ein Herz und Platz für die drei Bezwinger der Königsetappe übrig hatten. Und so schlug man das Basislager in den Reihen der Kirchheimer auf. An dieser Stelle nochmals großen Dank an die SGK für die überragende Gastfreundschaft.

Akt 2 – Die zwei Turniere

Bei den sommerlichen Temperaturen musste man sich natürlich auch erfrischen und so genoss man das kalte Bier nicht nur im Basislager, sondern auch am nahegelegenen Badesee. Dies vollbrachte bei Höchsttemperaturen Wunder und nach der Erfrischung war man sogar noch in der Lage sich am angeschlossen Beachvolleyballplatz auf das Turnier am nächsten Tag und vor allem auf die Party am selben Abend vorzubereiten. Nach der traditionellen Opferung einer Melone und der Vollversammlung am Rage Cage-Tisch, machte man sich sogar noch auf, um das JAHRHUNDERTSCHAUSPIEL des Blutmondes mitzuerleben. Die anschließende feucht-fröhliche Feier in der Freiluftdisko setzte dann den Schlusspunkt des ersten Tages für alle Eppelheimer. Alle Eppelheimer? Nein, ein sehr flexibler Teil der Mannschaft sorgte sich um das Wohl seines Mitspielers und suchte kurzerhand den gesamten Zeltplatz unter „Dane! Dane, bisch du’s?!“-Rufen ab, obwohl dieser schon selig schlief, ob er von Handball oder von einem kühlen Bier träumte, bleibt ungeklärt…

 

Die neugewonnene Berühmtheit unseres Mitspielers auf dem Zeltplatz musste am nächsten Tag natürlich auf dem Feld unterstrichen werden und so gewann man mit den am Samstag angereisten weiteren Eppelheimern kurzerhand 2 Spiele und spielte einmal Unentschieden im Herrenturnier – zum Entsetzen einiger Neuankömmlinge. Anschließend verbündete man sich mit den Damen der SG Kirchheim, um sich im Mixed-Turnier in einen Rausch zu spielen, der leider im Viertelfinale unglücklich und jäh beendet wurde. Und so wurde aus dem Handball-Rausch ein weiterer Feier-Rausch im Basislager und in der Disko. Selbst die spontane Abwesenheit des verhießenen Trainers konnte die Stimmung nicht dauerhaft trüben.

 

 

Akt 3 – Die Rückkehr des Trainers

Am letzten Tag forderte das HOSSA dann doch seinen Tribut und von der erfolgreichen Herrenmannschaft blieb nur noch ein 4-köpfiger Rumpf für das Viertelfinale übrig. Nach der Ankunft des Trainers und zwei weiterer Generationen Erb konnte aber nun endlich gezaubert werden. Trotz der Erb-reichen Hilfe und der Unterstützung aus dem Lager der Kirchheimer konnte man (leider) auch hier nicht über das Viertelfinale hinauskommen. Vermutlich bedarf es noch einiger Zeit, bis der weiße Zauberer wieder voll bei Kräften ist. Die letzten wackeren Kämpfer strichen sodann auch die Segel und setzen ab, um daheim von ihren Abenteuern zu berichten…

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