Verbandsliga (Männer): TSV Wieblingen – TV Eppelheim 25:16

13. März 2018

Klare Niederlage im Derby

Gegen die sich ihrer Bestform nähernden Wieblinger hatte der TV Eppelheim nicht die Verfassung, um Paroli bieten zu können, und verlor dementsprechend klar mit 25:16 (12:7). Die Anfangsphase verlief noch recht ausgeglichen, bis zum 4:4 waren die Eppelheimer dran, aber dann gelang es den Hausherren, sich allmählich abzusetzen, unter anderem auch deshalb, weil die schwachen Unparteiischen Vergehen auf der einen Seite anders bewerteten als auf der anderen, so sehr wie am heutigen Abend hat man sich auf TVE-Seite jedenfalls lange nicht mehr von Schiedsrichtern benachteiligt gefühlt. Dies erschwerte natürlich das Unterfangen immens, die Partie weiterhin offen zu gestalten, doch natürlich müssen sich die Eppelheimer auch an der eigenen Nase fassen, weil sie sich zu sehr durch die ungleiche Spielleitung aus der Ruhe bringen ließen und es ihnen in der Folge zu selten gelang, die beherzt zupackende Deckungsformation der Hausherren auseinander zu spielen und die Chancen dann auch zu nutzen. Vielmehr wurde oft zu überhastet abgeschlossen, sodass Wieblingen auf 12:7 bis zur Pause wegziehen konnte.

Nach dem Wechsel veränderte sich nicht allzu viel, ahnungswürdige Fouls an Eppelheimern wurden lediglich mit Freiwurf sanktioniert, was schließlich den sonst eher ruhigen Trainer des TVE, Robin Erb, so erboste, dass er sich eine Zeitstrafe einhandelte. Doch da war das Spiel schon weitgehend entschieden, die Hausherren führten bereits 16:10. Und weil es nun einmal gut für sie lief, erhöhten sie gar auf 20:11. Christopher Föhr, der agilste Eppelheimer Angreifer, konnte mit drei Toren hintereinander noch etwas Hoffnung wecken, doch zu viele Fehlwürfe in Folge ließen das Pflänzchen schnell wieder verkümmern. Am Ende stand ein 25:16 Erfolg der Hausherren, der auf Grund der größeren Entschlossenheit durchaus verdient war, die gute Leistung der Gastgeber wurde im Eppelheimer Lager durchaus anerkannt. Co-Trainer Sebastian Dürr rügte das streckenweise unentschlossene Abwehrverhalten, Trainer Robin Erb war mit der uninspirierten Angriffsleistung unzufrieden, konnte sich aber auch einen Seitenhieb auf den gegnerischen Trainer Müller nicht verkneifen: “Wahre Größe zeigt sich eben doch im Sieg. Wenn man zwei Minuten vor Spielende 24:16 führt, nimmt man kein Timeout mehr, diese ungeschriebene Regel kennt eigentlich jeder, das gehört sich einfach nicht.”  Zwar ließ sich keiner der TVE-Spieler im Anschluss an die Auszeit zu einer unbedachten Aktion hinreißen, wie in dieser Saison im Bergstraßen-Derby zwischen Leutershausen und Großsachsen geschehen, doch einen Dienst im Sinne der Freundschaft zwischen beiden Vereinen tat der in Wieblingen nach der Saison scheidende Müller mit dieser Aktion sicher auch nicht.  (we)

TVE: N.Brendel, Heimbrecht; Späth, Henseler (1), Stotz (2), Föhr (6), Huckele, Hofmann (1), Scheffzek (1), Geier (1), Stroh (1), Jurisic, Müller, Sommer (3/2)

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