Verbandsliga (Männer): TV Eppelheim – TSG Dossenheim 24:25

12. November 2018

Acht Tore von Sebastian Scheffzek reichten nicht

Nach vielen vergeblichen Versuchen in den letzten Jahren gelang es der TSG Germania Dossenheim in einem bis in die letzte Sekunde heiß umkämpften Handballthriller erstmals die Punkte aus dem Eppelheimer CSSC zu entführen. Der heimische TVE unterlag knapp mit 24:25 (10:14) und haderte am Ende wieder einmal mit seiner schlechten Chancenverwertung. “Zwei Siebenmeter und sieben freie Würfe, davon allein drei in den letzten drei Minuten haben wir ausgelassen. Das hat uns den Sieg oder zumindest einen Punkt gekostet”, meinte ein enttäuschter Trainer Robin Erb.

Aber nicht nur daran lässt sich der Sieg der Gäste festmachen. Obwohl extra darauf hingewiesen, klappte das Rückzugsverhalten gegen den schnellen und schusssicheren TSG-Rechtsaußen Lukas Jünger vor allem im ersten Abschnitt nicht, sodass die Gäste von Anfang an in Führung lagen, die sie nach dem 4:5 sukzessive auf 6:11 ausbauten. Die Auszeit der Eppelheimer Trainer verpuffte, weil eine diskutable Strafzeit den neuen Elan stoppte. Mit 10:14 ging es in die Pause, allerdings mit einem gewaltigen Handicap für die Germanen, denn sie fingen sich in den letzten Sekunden beim Versuch, die korrekte Ausführung eines Freiwurfs zu verhindern, gleich zwei Zeitstrafen ein.

Diese doppelte Überzahl nutzten die Hausherren, schlossen nach Wiederanpfiff auf 13:14 auf und bereiteten so den Weg für eine emotional aufreibende Partie. Sebastian Scheffzek glich zum 16:16 aus, Michael Hofmann warf die erste Führung des TVE heraus, aber die Germanen konnten immer wieder kontern. So wechselte die Führung von einer Mannschaft zur andern, bis es zur bereits erwähnten Schlussphase kam, als die Hausherren gleich drei freie Würfe nicht nutzen konnten. Der letzte Versuch, mit dem siebten Feldspieler zum Erfolg zu kommen, scheiterte, die Dossenheimer durften ihren Erfolg bejubeln, während die Eppler, mit sich und der Welt unzufrieden, die Duschen aufsuchten.

Sebastian Dürr, vor allem für die Abwehr zuständig, beklagte die mangelnde Cleverness in vielen Situationen: „Sicherlich ist deren Kreisläufer Oliver Komarek mit seinen 2 Meter 10 schwer zu verteidigen, aber dass wir auch von außen so viele Tore bekommen, will mir nicht in den Kopf.” Und Robin Erb war damit unzufrieden, dass die Vorbereitung auf das Spiel nur unzureichend gewesen sei: „Beruflich bedingt hatte ich immer nur Teile der Mannschaft im Training, einzig Sebastian Scheffzek war jedes Mal da und er war prompt unser bester Spieler. Ohne ihn hätte es heute richtig böse enden können.”      ( we )

TVE: Kriechbaum, Brendel; Spannagel, Späth, Stotz (5/3), Huckele, Hofmann (1), Scheffzek (8), Marz (3), Hess (6/2), Geier, Stroh (1), Dennhardt, Sauer

 

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