Verbandsliga (Männer): TV Eppelheim – TSV Wieblingen 22:22

29. Oktober 2017

TVE verschenkt Punkt im Derby

Dass Derbys ihre eigenen Gesetze haben, ist eine Binsenweisheit, und so war auch die dem TV Epppelheim zugedachte Favoritenrolle gegen den Nachbarn aus Wieblingen schnell Makulatur, am Ende trennte man sich vom TSV unentschieden 22:22 (8:11), womit die Gäste sicherlich besser leben konnten, denn der TVE verspielte in den Schlussminuten einen komfortablen Vorsprung von drei Toren.

Schon in der Anfangsphase des Spiels merkte man, dass die Wieblinger gewillt waren, ihrem schlechten Saisonstart Einhalt zu gebieten, sie legten schnell auf 1:3 vor, was die Eppelheimer jedoch wieder egalisieren konnten (6:6), doch die Offensive der Gastgeber fand einfach nicht zu ihrem gewohnten druckvollem Spiel und, als gegen Ende der ersten Halbzeit auch noch beste Chancen ausgelassen wurden, sah man sich bedröppelt mit einem Rückstand in die Kabine gehen (8:11).

Nach dem Wechsel und einer gepfefferten Halbzeitansprache ihrer Trainer agierten die Hausherren wesentlich konzentrierter, erzielten nach etwa 46 Spielminuten erstmals wieder den Ausgleich und nutzten dann die zweite Zeitstrafe gegen den besten Gästespieler Lukas Wolf, um erstmals deutlicher in Führung zu gehen (18:15). Nun nahm Wieblingens Trainer Christian Müller seine Auszeit und versuchte mit dem 7. Feldspieler dem stumpf gewordenen Angriff seiner Farben wieder neues Leben zu geben, doch noch wussten die Hausherren zu kontern, beim 21:17 schien alles den erwarteten Gang zu nehmen. Aber nun häuften sich die Fehler im Eppelheimer Angriff wieder, die Gäste trafen zudem mit Verzweiflungswürfen und konnten tatsächlich noch zum Ausgleich kommen.

Entsprechend angefressen war das Eppelheimer Trainerduo. Robin Erb ärgerte sich, dass es über viele Phasen des Matches nicht gelungen war, klare Chancen herauszuspielen, viel zu früh wurden 1:1 Situationen gesucht, die von der soliden Gästedeckung zumeist gewonnen wurden, das Angriffsspiel blieb zu oft Stückwerk. Lediglich Sebastian Scheffzek konnte in der Offensive mit gewohnter Form überzeugen und hatte auch noch das Pech mit drei Pfostentreffern. “Unsere Abwehr stand eigentlich nicht schlecht”, meinte Co-Trainer Sebastian Dürr, “mit nur 22 Gegentoren muss man so ein Spiel gewinnen. Lediglich gegen Ende fehlten dann Konzentration und Cleverness.” Diese Eigenschaften werden jedoch nötig sein, wenn bereits am Dienstag das Spiel bei der aktuellen Topmannschaft aus Plankstadt auf dem Spielplan steht. (we)

 

TVE: Heimbrecht, N.Brendel; P.Brendel (4), Späth (2), Stotz (3), Huckele (2/2), Hofmann (2), Scheffzek (5), Marz, Föhr (3), Sauer, Geier, Stroh (1), Sommer

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