TVE gewinnt Abnützungskampf
Als die Mannschaften von Neuthard/Büchenau und Eppelheim einliefen, rieb sich mancher Zuschauer verwundert die Augen, denn beim TVE fehlten 5 Stammspieler, darunter allein 4 Rückraumspieler, wie sollte das gut gehen? Aber zunächst schien das kein Problem zu sein, denn die Verbliebenen, zwar körperlich eher klein zu nennen, dafür aber wieselflink, wirbelten zu einem 6:2, sodass die Gäste bereits nach 8 Minuten eine Auszeit nehmen mussten. Aber viel bewirkte diese nicht, denn die Hausherren spielten die gegnerische Deckung immer wieder schwindlig und führten dementsprechend bei Halbzeit bereits mit 18:11.
Trotz aller Warnungen von Trainer Dominik Sommer ging man wohl etwas locker in die zweite Spielhälfte und die SG, die ja nichts mehr zu verlieren hatte, holte vier Tore auf, was Dominik Sommer zu einer Auszeit nötigte. Doch nun brach das erste Unheil über die Eppelheimer herein, denn der starke Philipp Stotz kassierte eine rote Karte, in deren Folge die Gäste auf zwei Tore heran kamen (20:18).Als dann auch noch der zweite Rückraumspieler Yannick Rutt mit seiner dritten Zeitstrafe vom Feld musste, war der Angriff so dezimiert, dass nur noch Carsten Geier und Rasmus Bankwitz übrig blieben, um das Spiel zu steuern. Das klappte erstaunlich gut, weil Rasmus sich ein Herz fasste und mit drei Toren den Abstand noch auf 28:23 ausdehnte, aber nun kamen die Gäste mit Macht und hätte der ins Tor eingewechselte Thomas Koch nicht eine Reihe bester Chancen zunichte gemacht, wäre das Spiel wohl noch gekippt. Aber so brachte der TVE mit seiner letzten Spielerreserve das Spiel über die Zeit und rettete einen hoch verdienten Sieg.
Dominik Sommer konnte nach der unglaublichen Anspannung wieder durchatmen: „Das war ein unglaubliches Spiel, nur einen Rückraumspieler hatte ich noch zur Verfügung und dennoch hat sich die Truppe durchgekämpft. Ein großes Lob an die Mannschaft, da möchte ich eigentlich keinen herausheben“. Und dennoch gilt es die Leistung von Rasmus Bankwitz und Carsten Geier besonders zu würdigen, deren Impulse den Sieg in der Schlussphase erst möglich machte. Dass Thomas Koch nach einer fast ein Jahr andauernden Pause ohne ein einziges Training mit zum Matchwinner wurde, gehört fast in den Bereich der Wunder. (we)
TVE: Schäfer, Koch; Bräumer, Späth, Stotz (4), Sander (2), Hofmann, N.Hambrecht, Geier (8), Krause (9/5), Rutt (1), T. Hambrecht, Bankwitz (6
